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DJK Oberwesel

Freizeitsport - Gesundheitssport - Wettkampfsport

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Inklusion erlebbar machen

Unter dem Motto „Inklusion erlebbar machen“ fand bei der DJK Oberwesel eine Fortbildung für Übungsleiterinnen und Übungsleiter statt. Alle Trainer des Vereins waren eingeladen, einen Tag ganz im Sinne des DJK-Mottos „Hin zu den Menschen“ gemeinsam zu verbringen und sich intensiv mit dem Thema Inklusion auseinanderzusetzen.

Eine spannende Erfahrung, bekannte Sportarten einmal im Rollstuhl auszuprobieren.

Carina Bappert, Sportwartin des Vereins, leitete die Veranstaltung mit einem Impuls ein, der dazu anregte, über das Anderssein nachzudenken und es als wertvollen Beitrag für alle zu verstehen. Nach einem Austausch über persönliche Erfahrungen und Erwartungen begann das Programm mit theoretischen Grundlagen, die praxisnah und mit vielen Beispielen sowie offenem Austausch von den Referenten, Andrea Weber (Inklusionsbeauftragte des Diözesanverbandes Trier) und Christoph Zimmermann (stellv. Vorsitzender des DJK-Diözesanverbandes Trier), vermittelt wurden.

Dabei wurde deutlich, wie nah das Thema Benachteiligung jeden von uns betreffen kann – sei es persönlich oder im näheren Umfeld. Die umfassende Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten machte klar, dass weder Angst noch Zurückhaltung notwendig sind. Vielmehr zählt Verständnis und Offenheit. Ein offenes Gespräch mit Betroffenen helfe ebenso wie das bewusste Anpassen der Übungsangebote, um Barrieren abzubauen. So bleibt der Sport für alle interessant und wird weder überfordernd noch unterfordernd.

Das gemeinsame Mittagessen bot eine besondere Erfahrung: Wer wollte, konnte mit einer Dunkelbrille „blind“ essen. Diese Übung forderte die anderen Sinne heraus und zeigte, wie wichtig gegenseitige Unterstützung ist.

Der aktive Teil der Fortbildung begann mit einer Rollstuhl-Erfahrung: Die Teilnehmenden fuhren vom DJK-Treff zur nahegelegenen Turnhalle der Realschule plus – ein Weg von etwa 800 Metern, der viele Hindernisse aufzeigte. Von der steilen Treppe über enge Bürgersteige, Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten bis hin zu steilen Anstiegen demonstrierte die Route die Herausforderungen im Alltag von Rollstuhlfahrenden.

In der Halle gab es einen Rollstuhl-Parcours des Diözesanverbands, der die Schwierigkeiten des Alltags nachstellte. Aktivitäten wie Tischtennis, Sitzvolleyball und Rollstuhl-Badminton zeigten, wie eingeschränkt die Beweglichkeit ist und wie sich das Sporterlebnis verändert. Besonders beeindruckend war auch der Blindenfußball mit rasselnden Bällen, der viel Konzentration beim Hören erfordert.

Als weiteres Highlight konnten die Teilnehmer an einem Blindenparcours mit Blindenstock verschiedene Hindernisse erleben. Dieser praktische Teil machte die Herausforderungen im Alltag noch einmal deutlich und sensibilisierte dafür, wie anstrengend Barrieren sein können.  

In der abschließenden Reflexion wurde klar, dass trotz der Beeinträchtigungen der Spaß an Bewegung und das gemeinsame Sporttreiben im Mittelpunkt stehen. Es lohnt sich, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderungen in die Vereinsarbeit zu integrieren – ein wichtiger Schritt für mehr Inklusion in unserer Gesellschaft.